06.04.2020 | Information von Bürgermeister Dirk Westedt

Bericht aus dem Rathaus

Natürlich ist der Umgang mit den Begleitumständen der CORONA-Krise das zur Zeit bestimmende Thema. Bereits vor drei Wochen wurde festgelegt, dass sich die Mitarbeiter des Rathauses in 2 Teams aufteilen: ein Team arbeitet montags,mittwochs und freitags im Rathaus, an den anderen Tagen von zu Hause. Das andere Team entsprechend dienstags und donnerstags im Rathaus und die restlichen Tage von zu Hause. Dies bedingt, das ca. 30 Mitarbeiter ständig im „Home-Office“ sind. Es wird ein sehr enger telefonischer Kontakt gehalten, viele Besprechungen finden über die Telefonanlage statt. Leider kommt es dadurch in Spitzenzeiten ab und zu vor, das unsere Telefonanlage ausgelastet ist und besetzt signalisiert, an den Kapazitäten wird jedoch gearbeitet.

Bericht aus dem Magistrat

Auch der Magistrat hat seine Arbeitsweise verändert: Die letzte Präsenz-Sitzung fand am 17.03.2020 in der Sport- und Kulturhalle Massenheim mit weit auseinander gezogenen Tischen statt. Vom 31.03.2020 an tagen die Mitglieder nun mittels Umlaufbeschlüssen und vorgelagerter Telefonkonferenz, so dass Fragen zur Tagesordnung ausführlich behandelt werden können.

Kinderbetreuung

Eine ähnliche Vorgehensweise hat im Augenblick die Stadtverordnetenversammlung, bei der wichtige Beschlüsse jetzt durch den Haupt- und Finanzausschuss vorgenommen werden. Ein wichtiger Punkt in der Diskussion war die Bereitstellung von Notplätzen für die Kinderbetreuung. Es werden in etwa der Hälfte der Einrichtungen einzelne Kinder betreut, bei denen die Eltern in den Bereichen arbeiten (z. B. Gesundheitswesen), bei denen Anspruch auf Kinderbetreuung gemäß den Landesgesetzen besteht. Auch im Schulkinderhaus sind entsprechend nur noch wenige Kinder anwesend.

Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen

Für alle positiv ist, dass die Hochheimer Bevölkerung sich weitestgehend an die bestehenden Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen hält. Trotzdem werden in den nächsten Tagen verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Polizei stattfinden, um die Beschränkung auf 2 Personen in der Öffentlichkeit durchzusetzen und gegebenenfalls durch die Verhängung von Ordnungswidrigkeiten auch zu ahnden. Es wird nochmals darum gebeten, dass Spaziergänger bei schönem Wetter nicht alle den selben Weg benutzen, sondern auch mal „einsamere“ Wege ausprobieren und damit größere Ansammlungen vermeiden.

Stundung von Gebühren und Steuern

Große Bedeutung hat aber in diesen, auch wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Entscheidung des Magistrates, auf Antrag kurzfristig Gebühren und Steuern für in Not geratene Gewerbebetriebe zu stunden, um die wirtschaftliche Existenz auch von Hochheimer Kleingewerbetreibenden und unter Umständen Vereinen zu sichern. Es liegen bereits mehrere nachvollziehbare Anträge vor, die die Verwaltung jetzt positiv bescheiden wird.  Die Finanzabteilung rechnet damit, dass dadurch in diesem Jahr mehrere Millionen an Liquidität fehlen werden und hat deshalb im Nachtrag die Ermächtigung für Kassenkredite entsprechend hochgesetzt. Die Stadtverordneten haben bereits vorab signalisiert, diesen Weg mitzutragen.

Hilfesangebote und Unterstützung der lokalen Betriebe

Durch den Bürgermeister wird darüber hinaus noch auf die Internetseite www.ablu.info hingewiesen, die allen Bürgerinnen und Bürgern einen guten Überblick über die Geschäfte gibt, die geschlossen sind, aber dennoch einen Abhol- und/oder Lieferservice in Hochheim am Main anbieten. Auf die Stiftung „Unser Hochheim“ wird ebenfalls verwiesen, an die sich jetzt unverschuldet in Not geratene Menschen wenden können. Aber auch die Internet-Seite www.lieblingsort.help sei allen empfohlen, die Hochheimer Gewerbetreibende durch Gutscheinkäufe zu unterstützen.

Allgemeines

Zum Schluss sollte aber auch erwähnt werden, das dass „normale“ Leben weitergeht und die Verwaltung zielgerichtet arbeitet. Im Augenblick wird neben der Rathaussanierung auch die Brandschutzertüchtigung der Georg-Hofmann-Halle durchgeführt, um diese in Zukunft besser für Veranstaltungen nutzen zu können. Und in den Straßen der Kernstadt verbessert die Deutsche Telekom ihr Netz, auch mit neuen Verteilerkästen, um schnellere Internet-Verbindungen anbieten zu können.

Ich wünsche Ihnen als Bürgermeister ein gesundes und frohes Osterfest!