Vortrag Kreisheimatpfleger Bert Worbs – 1200 Jahre Massenheim

06.11.2019 | Die Zeit der Karolinger und ganz besonders die Epoche Ludwigs des Frommen sind Thema eines Vortrages, den Kreisheimatpfleger Bert Worbs am Freitag, 15. November 2019, um 18.00 Uhr im Saal des Dorfmittelpunkts Massenheim, Gartenstraße 22, halten wird.

Bezugnehmend auf die Ersterwähnung von Massenheim in einer Urkunde des Kaisers von 819 wird eines der sicherlich interessantesten Kapitel mittelalterlicher Geschichte aufgeschlagen.

Die Ersterwähnung Massenheims im Jahre 819 fiel in einer Zeit, in der im Herrschaftsgefüge des Reiches der fränkischen Karolinger aus heutiger Sicht gewaltige Umbrüche stattfanden und frühe Weichen für das Europa der Neuzeit gestellt wurden; eine Entwicklung, die in der damaligen Zeit natürlich für niemanden absehbar war. Nach dem Tode Karls des Großen und vor allem seines Sohnes Ludwigs des Frommen zerfiel das fränkische Reich in verschiedene Teilbereiche. Die zuvor noch beschworene Reichseinheit rückte in weite Ferne und ließ sich auch nicht wieder erreichen. Machtkämpfe zwischen den Königen in den Teilbereichen und auch äußere Bedrohungen prägten diese Zeit. Thematisiert wird auch die Herrschaftssituation im Rhein-Main-Gebiet im Spannungsfeld zwischen den Erzbischöfen von Mainz und dem mächtigen Reichskloster Fulda, die sich auch in den Ersterwähnungen des Ortes Massenheim im Jahre 819 und der Kirche fast ein Jahrhundert später am 13. Dezember 909 in einer Urkunde widerspiegelt.

In dem kostenfreien Vortrag wird versucht, diese Zeit, die in der älteren Literatur in der Regel als „Epoche des Umbruchs“ oder gar als „Böse Zeit“ bezeichnet wird, dem interessierten Zuhörer ein wenig näher zu bringen.