Geschichte

Überreste eines keltischen Fürstengrabes (400 v. Chr.) beweisen, dass diese durch Lage und fruchtbaren Boden begünstigte Region schon seit jeher Menschen Heimat und Lebensunterhalt bot. Zu den interessantesten Funden aus diesem Grab gehört ein keltischer Bronzespiegel.

Ersterwähnung Hochheims

Urkundlich ist Hochheim erstmals im Jahre 754 anlässlich der Überführung des Leichnams des Heiligen Bonifatius nach Fulda genannt. Erwähnt wird Hochheim allerdings schon in der Legende der Heiligen Bilhildis, die angeblich um 630 n. Chr. als Tochter des Adeligen Iberich und dessen Gattin Mathilde in Hochheim geboren worden sein soll. Zu belegen ist dies leider nicht. Der Name "Hoheim", "Hochheym" oder "Hocheim" wird auf die Alemannen zurückgeführt, die im 4. - 5. Jahrhundert n. Chr. das Rhein-Main-Gebiet besiedelten. Ihnen folgten die Franken. Reste eines römischen Grabes und die freigelegten Fundamente eines römischen Wachhauses weisen allerdings auch auf eine dichte Besiedlung während der Römerzeit hin.

Das Hochheimer Wappen

Hochheimer Wappen
Hochheimer Wappen  - © Stadt Hochheim am Main

Der Anker symbolisiert die Mainschifffahrt und der Karst (Weinbergshacke) den Weinbau. Das Kreuz wird als Zeichen der geistlichen Herrschaft und der Stern als Schröterrad zum Aufwinden der Fässer gedeutet. Das eigentliche Ortszeichen aber ist allein das durchgehende Kreuz, das seit dem 17. Jahrhundert auf den Gemeindegebäuden und -gerätschaften sowie den Grenzsteinen angebracht ist. Das ohne besondere Verleihung 1909 amtlich gebilligte Wappen, erscheint ohne Mauerkrone erstmals 1775 auf einem Dachschiefer der Hochheimer Kirche.

Als Stadtfarben führt Hochheim seit langem die im Wappen vorkommenden Farben Silber, Blau und Rot.

Die Entwicklung Hochheims

Die Entwicklung Hochheims wurde auch durch seine verkehrsgünstige Lage gefördert. Im Mittelalter war hier ein berühmter Stapel- und Handelsplatz des Weines. 1484 wurde der Stadt von Kaiser Friedrich III. das Recht, zwei Märkte im Jahr abzuhalten, verliehen. Der Herbstmarkt entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Viehmärkte und zählt heute als "Hochheimer Markt" zu den größten Jahrmärkten in der Bundesrepublik mit einer über 500 Jahre alten Tradition.1730 entstand die noch heute inmitten von Weinbergen weithin sichtbare katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul - eines der Wahrzeichen der Stadt Hochheim. Seit 1820 wird Hochheim amtlich als "Stadt" geführt, ohne besondere Stadtrechtsverleihung. 1977 wurde Massenheim eingemeindet. Massenheim zählt zu den ältesten Niederlassungen im ehemaligen Nassau und wurde 819 n. Chr. erstmalig erwähnt. Die Besitzverhältnisse änderten sich mehrfach bis es - wie Hochheim - 1866 an Preußen ging.