Bonyhád - Ungarn
Bonyhád, liegt in der Provinz Völgyseg ca. 1.100 km von Hochheim am Main und ca. 160 km von Budapest entfernt. Die Kommune hat 16.000 Einwohner, davon sind ungefähr 4.000 Ungarndeutsche. Bonyhád ist ländlich geprägt. Der Weinbau spielt - wie in Hochheim - eine große Rolle. Bonyhád lebt aber nicht nur vom Weinbau, sondern auch von Landwirtschaft und Industrie, hauptsächlich Metallverarbeitung und Holzindustrie.
Vor dem zweiten Weltkrieg war Bonyhád oder Bonhard, wie es deutsch heißt zu 75% von Deutschen besiedelt. Dies wurde allerdings durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen, viele flüchteten sich nach Deutschland und ließen sich im Rhein-Main-Gebiet nieder. In Bonyhád wird noch heute das deutsche Brauchtum gepflegt. Es gibt zwei Vereine, die sich mit diesem Thema beschäftigen und seit geraumer Zeit eine zweisprachige Grundschule (Klasse eins bis zehn).
1994 war zum ersten Mal eine Delegation in Bonyhád. Weitere Besuche folgten. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 19. Juni 1997 wurde in Hochheim der Beschluss gefasst, eine Städtefreundschaft mit Bonyhád einzugehen. Am 19. September 1997 war es dann soweit. In Bonyhád wurde der Vertrag von Bürgermeister Harald Schindler, Stadtverordnetenvorsteherin Liane Schellheimer sowie Stadtrat Johann Lindauer und von ungarischer Seite von Bürgermeister Istvan Oroszki, Vizebürgermeister Dr. János Abraham und dem Vorsitzenden der deutschen Minderheitsverwaltung Anton Rittinger unterzeichnet.
Um den Austausch zwischen Schulen, Jugendgruppen und Vereinen zu fördern wurde am 04. Februar 1998 der Freundeskreis Bonyhád gegründet, der seit seines Bestehens beachtliche Erfolge und zahlreiche Aktivitäten verzeichnen kann.
Ansprechpartner:
Freundeskreis Bonyhád
Liane Schellheimer
Laternengasse 10
65239 Hochheim am Main
Tel.: 06146 / 2541



