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Aktuell

Jetzt online: Der Aktionssong von Heribert Schlosser und Co. "Losst uns die Nacht in Ruh!"

Fluglärm über Hochheim: Wir spüren die Auswirkungen der neuen Landebahn!

Als die Regierungsmaschine mit Bundeskanzlerin und Bundesverkehrsminister am 21. Oktober 2011 über Hochheim zur ersten Landung auf der neuen Landebahn Nordwest in Frankfurt ansetzte, konnte Frau Dr. Merkel von unserer Stadt nichts sehen. Nebel legte sich zwischen dem Airbus und der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Auch die Hochheimer in der Südstadt, der östlichen Weinbergstraße und in der Oststadt konnten das Flugzeug nur nebulös erahnen.  Das war der Start für eine neue Lärmdimension auch in Hochheim. Mit der Landung der Kanzlerin begann nämlich der ganz normale Flugbetrieb unter Einbeziehung der nunmehr eingeweihten Landebahn, die uns in Hochheim so zu schaffen macht.

Das Logo wurde von Fam. Weimer aus Hochheim entworfen Das Logo wurde von Fam. Weimer aus Hochheim entworfen

Ruhiges Herbstwetter unter Hochdruckeinfluss: Laute Betriebsrichtung 07!

Für den Betrieb der Parallelbahnen in Frankfurt gibt es zwei Betriebsrichtungen, je nach Wind: An etwa drei von vier Tagen herrscht Betriebsrichtung 25: Dabei landen alle Flugzeuge von Osten (Offenbach, Frankfurt am Main). Für Starts wird meist die Startbahn 18 West benutzt. Aber etwa ein Drittel der Starts gehen nach Westen, nämlich entweder über Flörsheim, Hochheim oder die neue Südumfliegung. Der Anteil der startenden Flugzeuge über Hochheim wird sich in den nächsten Jahren deutlich reduzieren.

Bei Ostwind gilt Betriebsrichtung 07, im Jahresmittel kommt sie nur an 25 % der Tage zum Einsatz. Betriebsrichtung 07 bedeutet: keine Starts in Richtung Westen, aber alle Landungen werden für uns seh- und hörbar. Die Hälfte der Frankfurt anfliegenden Maschinen nutzt nun die um 1.400 m näher an Hochheim herangeführte Anfluggrundlinie zur neuen Landebahn. Diese Anfluggrundlinie überquert unsere Südstadt und verläuft sehr knapp neben dem Hochhaus Herderstraße 21 zum Aufsetzpunkt. Weil die neue Landebahn näher an Hochheim liegt als die bisher vorhandenen Bahnen ist der Aufsetzpunkt früher erreicht. Dadurch sind die Flieger auch deutlich niedriger als früher. Meist fliegen sie in 1.900 ft (579 m) Höhe über unsere Oststadt.

Erste Ergebnisse der Fluglärmmessungen

auf dem Dach unseres Altenwohnheimes in der Schwedenstraße 2 hat die Fraport uns zur Verfügung gestellt. Im Zeitraum vom 21. Oktober, 16 Uhr, bis 27. Oktober, 2 Uhr, herrschte nur 4 % Westbetrieb, aber 96 % Betriebsrichtung 07! 327 landende Flugzeuge wurden mit Lärmwerten zwischen 65 und 79 dB(A) gemessen; ein Flugzeug war sogar lauter als 80 dB(A).

Die gesetzlichen Grundlagen zur Berechnung des Fluglärm sind aber so gestrickt, dass diese Einzelschallwerte kaum eine Rolle spielen. Die gerechneten Dauerschallpegel nach Fluglärmgesetz, Grundlage auch für Entschädigungsansprüche etc., sehen viel zu harmlos aus: aus den hohen Werten, die gemessen wurden, ergibt sich unter Berücksichtigung der mittleren Betriebsrichtungsverteilung ein Dauerschallpegel von ca. 56 dB(A) am Tage und ca. 48 dB(A) in der Nacht. Das sind genau die Werte, die im Planfeststellungsbeschluss unterstellt wurden. Auch die Lärmkarten aus der Lärmschutzverordnung enthalten diese Werte.

Bürgerinnen und Bürger der Region können beim Umwelthaus, einer Einrichtung des Forums Flughafen und Region, ein geeichtes Messgerät zum Selbstmessen ausleihen. Kostenlos. Kontakt: www.umwelthaus.org

Warten auf Leipzig, Gesundheitssstudie, Einsicht der Politik?

Der Frankfurter Flughafen ist ein wertvoller Teil unserer Region mit all den Vor- und Nachteilen, den eine solche hat: Arbeitsplätze und Lärm, gute Infrastruktur zum Leben und verstopfte Verkehrsadern. Aber die jetzt vorgenommene Erweiterung ist für die Menschen, die in dieser Region leben und arbeiten, und für den Raum, in dem wir uns befinden, nicht verträglich. Machen wir uns nichts vor: 700.000 Flugbewegungen, wie sie in neun Jahren prognostiziert sind, machen mehr Lärm als 500.000, wie sie vor der neuen Landebahn abgewickelt wurden. Uns in Hochheim trifft es auch. Dass es im neuen Baugebiet Flörsheim-Nord noch schlimmer ist, weil die Flugzeuge dort um die 250 m hoch über die Dächer fliegen, ist kein Trost. Eher Grund, solidarisch mit den anderen Akteuren in der Region weiter zu kämpfen für ein besseres Nebeneinander zwischen Flughafen und dem Rest.

Seit 30. Oktober gilt erst einmal das vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof verfügte Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr. Aber sechs Stunden reichen für einen regenerativen Nachtschlaf, wie wir ihn brauchen, um die tägliche Lärmbelastung zu verkraften, ganz und gar nicht aus. Die Nachtruhe muss von 22 bis 6 Uhr gewährleistet werden!

Unsere Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss, bisher wie die anderen Klagen nicht erfolgreich, weil Politik und Rechtsprechung der wirtschaftlichen Bedeutung der Flughafenerweiterung einseitig Vorrang gegeben haben vor den Beeinträchtigungen für die Menschen, ruht noch beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Erst werden die Revisionen gegen die Beschlüsse des Gerichts in den Musterverfahren beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt. Das ist für den 13. März 2012 terminiert.

Wir blicken natürlich voller Erwartungen nach Leipzig. Und auf die gerade angelaufene Gesundheitsstudie, die zum Thema Verkehrslärm Erkenntnisse über die Gefährdung des Menschen durch Lärm bringen kann. Aber erst in einigen Jahren. Die These „Fluglärm macht krank“ wurde von vielen Wissenschaftlern aufgestellt und untermauert. Aber alle Studien haben es bisher nicht vermocht, eine gesetzliche Höchstbelastungsgrenze, eine „Schallmauer“ für Flughafenbetrieb, zu schaffen.

Informationsbörsen nutzen!

Es gibt einige gut aufbereitete Internet-Seiten, die Ihnen einen Überblick über die Flugrouten, die Lärmbelastung und alle mit dem Flugbetrieb verbundenen Informationen geben können. Holen Sie sich zusätzliches Wissen bei

www.zukunft-rhein-main.de (Aktionsgemeinschaft von Kreisen, Städten und Gemeinden)

www.widema.de (Bürgerinitiative Widema und Verbindung zum Deutschen Fluglärmdienst (DFLD), der mit unserer Unterstützung ein eigenes Fluglärm-Monitoring anbietet.

www.dfs.de (Deutsche Flugsicherung) im Menü „Fliegen und Umwelt“, „Flugverläufe“

www.umwelthaus.org (Infoportal des Forums Flughafen und Region)

Was kann ich tun?

Sie können sich den aktiven Bürgerinitiativen und Vereinen anschließen! In Hochheim ist der Hochheimer Verein für Lebensqualität – gegen Fluglärm ein Interessenvertreter der vom Fluglärm und Flughafenausbau beeinträchtigten Menschen. Neben der Bürgerinitiative WIDEMA (Internet siehe oben) hat sich ganz aktuell eine Bürgerinitiative für Hochheimer und Flörsheimer Fluglärmbetroffene gebildet. Sie erreichen diese unter www.fluglaermportal.de.Weitere Informationen finden Sie unter www.gegenwind2011.de und www.facebook.com/gegenwind2011

Beschweren Sie sich! Unter der Rufnummer 0800 / 2345679 erreichen Sie das Beschwerde-Telefon der Fraport.

Nehmen Sie an den Montagsdemonstrationen im Terminal 1 des Flughafens um 18:00 Uhr teil!

Jetzt online: Der Aktionssong von Heribert Schlosser und Co. "Losst uns die Nacht in Ruh!"

Ansprechpartner bei der Stadt Hochheim am Main

Hofmann, Ernst-Willi

Teamleiter - Allg. Sicherheit und Ordnung, Bürgerservice
Tel.: 06146 / 900 - 130
Fax: 06146 / 900 - 199
E-Mail: hofmann@hochheim.de
Zimmer-Nr.: 3, EG

Bürgerversammlung Fluglärm - Vortrag Ernst-Willi Hofmann

VortragFluglärm2012Internet.pdf 263,71 kB

Bürgerversammlung Fluglärm - Vortrag DFLD

Vortrag DFLD.pdf 1,17 MB

Bürgerversammlung Fluglärm - Vortrag Dr. Martin Schröder

Vortrag Martin Schröder.ppt 5,85 MB

Bürgerversammlung Fluglärm - Vortrag Reinhard Ebert

Vortrag Hofheim30.01.12.pdf 7,85 MB

Thema Nummer eins: der Fluglärm – Stadtverordnetenvorsteher lädt ein zur Bürgerversammlung am 25. Januar 2012

Spätestens seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn auf dem Frankfurter Flughafen gibt es kein anderes Thema, das die Hochheimer Öffentlichkeit so stark beschäftigt: die Auswirkungen des 21. Oktober 2011 haben die Befürchtungen der Hochheimer Einwohner übertroffen! Dies vor allem in den ersten Wochen, in denen wegen der Windrichtung fast ausschließlich Ostbetrieb herrschte – mit ständigem Landeanflug über der Südstadt und der Oststadt.

Fluglärm: Regierungspräsidium Darmstadt informiert in Hochheim über das Verfahren bei Schallschutzmaßnahmen

Eigentümern von Gebäuden, die innerhalb der Tag-Schutzzone 1 und der Nacht-Schutzzone des am 13. Oktober 2011 neu in Kraft getretenen Lärmschutzbereichs des Verkehrsflughafens Frankfurt Main liegen, können Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen erstattet werden. Das Regierungspräsidium in Darmstadt ist zuständige Behörde für das Antragsverfahren.

Erneut einstimmig: Stadtverordnetenversammlung beschließt Resolution zur Situation in Hochheim nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn

In der Sitzung am 2. November 2011 haben die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung eine Resolution verfasst, die sich mit den Folgen des 21. Oktober auseinander setzt. Sie richtet sich an das Land Hessen, hier an den Hessischen Ministerpräsidenten, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und die Fraktionen im Hessischen Landtag.

DFS: In Hochheim soll es leiser werden – und nicht lauter!

Für Kopfschütteln und Irritationen sorgte die Berichterstattung in den Medien über die Pressekonferenz von Verkehrsminister Posch am Schluss der ersten Sitzung der Task-Force Fluglärm. Da war zu lesen, dass zum Jahreswechsel die nach Westen startenden Flieger stärker über Hochheim gebündelt werden sollen. Rechts und links würde es dann leiser, allerdings über Hochheim lauter. Der Vorschlag stammt von der Deutschen Flugsicherung.

Fluglärm in Hochheim: für viele schlimmer als befürchtet

Seit 2007, dem Jahr, in dem das Hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium den Planfeststellungs-beschluss für den Ausbau des Frankfurter Flughafens erließ, steht fest: Große Wohngebiete in Hochheim werden vom Anflug auf die neue Landebahn betroffen!